Agaricus Blazei Murill

Mandelpilz

Der Pilz mit Beta und Alpha Glucanen

Der Mandelpilz (Agaricus Blazei Murrill) ist einer der bekanntesten und am meisten erforschten Pilze, insbesondere aufgrund seines hohen Gehalts an Polysacchariden. Seine bemerkenswerten Eigenschaften wurden erstmals an Exemplaren beschrieben, die im brasilianischen Regenwald gefunden wurden. Daher trägt er auch die populären Namen „Piedbe Pilgus“, „Sonnenpilz“ oder „Brasilianischer Austernpilz“. Weitere Bezeichnungen für diesen Pilz sind „Ji Song Rong“ oder „Himematsutake“.

WISSENSWERTES ÜBER DEN MANDELPILZ

Der Agaricus Blazei Murill ist besonders für seinen hohen Gehalt an aktiven Biomolekülen bekannt, vor allem β-Glucanen (modulierende Polysaccharide) und Mineralien wie Zink. Diese und andere Verbindungen machen den Mandelpilz zu einem ständigen Thema wissenschaftlicher Forschung.

Entdeckung in Brasilien

Der Pilz wurde erstmals in den Bergregionen der südlichen Mata Atlântica (Atlantischer Regenwald) im Bundesstaat São Paulo (Brasilien) entdeckt. Ein wissenschaftlicher Artikel aus dem Jahr 2008 im Scandinavian Journal of Immunology beschreibt seine Entdeckung. Diese Forschung führte zu einem weltweiten Anstieg des Verbrauchs des Vitalpilzes und einer intensiveren Untersuchung seiner Zusammensetzung, um relevante bioaktive Substanzen zu identifizieren. Infolgedessen nahm auch die Produktion des Pilzes zu und seine Verwendung als Nutraceutical wurde weiter untersucht.

DOKUMENTIERTE ANWENDUNGEN DES MANDELPILZES

Wie andere Pilzarten wie der Reishi oder die Löwenmähne wurde der Mandelpilz aufgrund seiner besonderen Eigenschaften in die menschliche Ernährung aufgenommen. Der Sonnenpilz kann ähnlich wie der Pariser Champignon oder die Maronenröhrlinge verzehrt und in die Ernährung integriert werden. Mit seinem weißen, leicht faserigen Fruchtfleisch und seinem mandelartigen Duft und Geschmack wird er auch als „Mandelpilz“ bezeichnet.

Hohe Konzentrationen an bioaktiven Molekülen

Um jedoch hohe Konzentrationen seiner bioaktiven Moleküle zu erhalten, ist der Verzehr in seiner natürlichen Form nicht die bevorzugte Methode. Der Extrakt ist die konzentrierteste Form, in der die bioaktiven Moleküle des Mandelpilzes verfügbar sind, entweder als Einzelzutat in Kapseln (Mico-Sol) oder in Kombination (Mico-Five). Er ist auch in flüssiger Form in der Kinderformel (Dr. Immune Five) erhältlich. Die Extrakte werden mit nachhaltigen Technologien gewonnen, die ihre wertvollen Verbindungen bewahren. Das Ergebnis ist eine höhere Konzentration der gewünschten Substanzen und eine bessere Nutzbarkeit.

KULTIVIERUNG DES MANDELPILZES

Agaricus blazei kann, wie andere Arten der Gattung Agaricus, auf zwei Arten von Substraten angebaut werden: auf pflanzlichen Materialien in der Zersetzungsphase oder auf künstlichen Substraten. Letztere bestehen aus einer Mischung von pflanzlichen Abfällen, tierischen Düngemitteln und weiteren Mineralstoffen. Bevor die Pilze angebaut werden, werden diese Substrate pasteurisiert oder sterilisiert. Wenn jedoch die Produktion auf Nachhaltigkeit und den Schutz des Ökosystems ausgerichtet ist, kommen fortschrittlichere Systeme mit kontrollierten Umgebungen und organischen Substraten zum Einsatz.

Besondere Biomoleküle

Diese Pilzart enthält aktive Biomoleküle, darunter insbesondere:

  • Beta-Glucane

  • Alfa-Glucane

  • Terperpenoid

  • Ergosterol

  • Linolsäure

  • Linolensäure

  • GABA

  • Lovastatin

  • Vitamin B12

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Lebensraum und Verbreitung

Dieser Pilz lebt als Saprophyt (er ernährt sich von der Zersetzung organischer Substanzen) in Waldgebieten. Dort besiedelt er den nährstoffreichen Boden, wo die Durchschnittstemperaturen bei etwa 25 °C liegen und der Regen für ein feuchtes, warmes Klima sorgt. Als unverzichtbare Bedingung benötigt er feuchte und warme Umgebungen, wie sie typisch für seine brasilianische Herkunftsregion sind: Dort schwanken die Temperaturen tagsüber bis zu 35 °C und nachts bis auf 22 °C. Außerdem wächst er im Südosten der USA, in Florida und Louisiana. Seit den 1980er-Jahren wird er auch in anderen Regionen, je nach Verwendungszweck mit unterschiedlichen Anbaumethoden, angebaut. Heute hat dieser Pilz eine große kommerzielle Bedeutung erlangt und wird mittlerweile in zahlreichen Ländern Amerikas, Asiens und, in geringerem Umfang, Europas verbreitet.

Mykologische Anmerkungen

1893 wurde dieser Pilz erstmals als Agaricus subrufrescens Peck in den USA beschrieben. 1947 beschrieb ihn der US-amerikanische Taxonom Dr. Murrill erneut und veröffentlichte ihn unter seinem eigenen Namen, Agaricus blazei Murrill. Zu jener Zeit war bereits der „Mandelpilz" aus Brasilien (Agaricus brasiliensis) bekannt. Eine Verbindung zwischen diesen Bezeichnungen wurde jedoch nicht hergestellt und man ging von drei unterschiedlichen Arten aus. Erst eingehende Studien der Forscher Wassermann und Didukh im Jahr 2002 sowie die Genomsequenzanalyse des Forschers Kerrigan zeigten: Es handelt sich um einen und denselben Pilz. Zwar ist Agaricus subrufrescens Peck die wissenschaftlich ältere Bezeichnung, doch hat sich die Verwendung von Agaricus blazei Murrill durchgesetzt. Interessanterweise war es ein japanischer Mykologe, der den Anbau dieses brasilianischen Pilzes in Brasilien einführte. Das erklärt, warum dieser Pilz seit den 1980er-Jahren in zahlreichen asiatischen Ländern kultiviert wird. Agaricus blazei bildet einen Fruchtkörper von etwa 12 cm Durchmesser mit goldbrauner Huthaut, konvexer Form sowie fleischiger Konsistenz, und die Lamellen sind dunkelbraun gefärbt.

Der Anbau in Bioreaktoren

Höchste Qualität, Reinheit und Wirkstärke in unseren Produktionssystemen

Einer der wichtigsten Forschungsschwerpunkte von Hifas da Terra liegt in der kontinuierlichen Verbesserung des Bioreaktor-Anbaus verschiedener Pilzarten (Reishi, Löwenmähne, Shiitake und Maitake). Dabei kommen zertifizierte ökologische Substrate zum Einsatz. Zusätzlich wird die Qualität der Ausgangsstoffe standardisiert, um bei jedem einzelnen Pilz die Exzellenz des Endprodukts zu gewährleisten.

Hifas Quality System

Mithilfe eines eigenen Qualitätsstandards identifizieren wir Biomoleküle und Wirkstoffe und wählen die passenden Pilzstämme aus, die diese enthalten. Dabei setzen wir eigene, spezifische Analysesysteme ein und wenden Analyseprotokolle in verschiedenen Produktionsphasen an. Dank dieses strengen Systems bieten wir Naturprodukte, Nahrungsergänzungsmittel und Nutraceuticals mit Hifas-Quality-System-Garantie an – und setzen damit im Vergleich zu anderen Produkten neue Maßstäbe hinsichtlich Reinheit und Premiumqualität.

F&E und Studien zum Mandelpilz

  • Hifas da Terra führt Studien durch, um die Produktionsprozesse der Pilze zu verbessern und die Entwicklung neuer biotechnologischer Inhaltsstoffe zu optimieren.
  • In der umfangreichen Mikothek von Hifas da Terra (dem Hifas Mikrobiologischen Institut) werden eigene Stämme aus der Iberischen Halbinsel gezielt ausgewählt und für die Entwicklung ihrer Formeln genutzt.
  • Hifas da Terra führt zahlreiche Studien in Zusammenarbeit mit Forschungszentren und Universitäten durch.

Übrigens...

  • Im Gegensatz zu anderen Arten, die Halbschatten bevorzugen, kann Sonnenpilz direkt zur Sonne wachsen.