Wissenswertes über den Eichhase

Der Eichhase, bekannt unter seinem wissenschaftlichen Namen Polyporus umbellatus, gilt aufgrund des Vorhandenseins vieler interessanter Biomoleküle schon seit etwa 2000 Jahren in Asien als besonders wertvoller Pilz und ist in den Fokus der medizinischen Forschung gerückt. Nicht nur in Asien ist der Polyporus bekannt, bereits in der Steinzeit nutzten die Menschen Pilze, was die Mumie Ötzi beweist, bei der ein konserviertes Exemplar gefunden wurde. Das Wissen über die Vielfalt der Natur und die Fähigkeiten der Pilze für die Nutzung durch den Menschen ist über die Jahrhunderte in Europa in Vergessenheit geraten. In Asien wurde und wird diese Tradition weiter gepflegt und wir können uns daher auch heute noch an einen großen Wissensschatz und spannende medizinische Forschungsergebnisse erfreuen.

Die optische Ähnlichkeit zum Maitake (Grifola frondosa) ist nicht verwunderlich, da die beiden Vitalpilze biologisch der gleichen Ordnung angehören. Allerdings sollten sie nicht verwechselt werden, denn sie sind in ihren Anwendungen recht unterschiedlich. Der Polyporus wird auch ‘Zhu Ling‘, ‘Tsuchi-maitake‘, ‘Maitake chorei‘ und ‘Grifola umbellatus‘ genannt.

Interessante Hinweise

Was den Nährwert betrifft, zeichnet er sich neben seinem Proteingehalt durch seinen relativ hohen Gehalt an Kupfer und Zink aus. Andere aktive Biomoleküle von Interesse sind Beta-Glucane, Terpene, Enzyme und Provitamin D.

Der Eichhase ist ein sogenannter Weißfäulepilz, der es gerne warm hat und der als Holzzersetzer mit zunehmendem Alter immer härter und holziger wird.

Sein Sklerotium, also der unterirdische Teil des Pilzes, aus dem der Fruchtkörper wächst, ähnelt Trüffelknollen, ist aber nicht sehr schmackhaft. Jedoch enthält es ein Vielfaches mehr an bestimmten Inhaltsstoffen als der Fruchtkörper.

Der Polyporus scheint, modernen Untersuchungen zufolge, das Sklerotium nur in Symbiose mit dem Hallimasch, meist dem honiggelben Hallimasch, auszubilden.

Eigenschaften und Verwendung des Polyporus

Wie bereits erwähnt, ist das Sklerotium nicht sonderlich wohlschmeckend. Dennoch wird es traditionell auf Grund seiner Inhaltsstoffe als Sud eingekocht und als Getränk genossen. 

Anders verhält es sich mit den Fruchtkörpern, die aus der Symbiose mit dem honiggelben Hallimasch entstehen: Diese wohlschmeckenden Funde sollten jedoch sehr schnell zubereitet werden, da diese nach dem Sammeln rasch verderben.

Der Extrakt ist eine der bevorzugten Formen von Polyporus, die eine hohe Konzentration von Beta-Glucanen, Terpenen und Biomolekülen wie Ergon u.a. garantiert. 

Der Polyporus-Extrakt ist in Mico-Polypor enthalten, einem Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform. In diesem Fall handelt es sich um einen standardisierten, reinen organischen Extrakt.

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Wichtige Inhaltsstoffe des Eichhasen

Der Polyporus enthält viele Substanzen, die den Körper bei der Aufrechterhaltung der Homöostase unterstützen können. Dazu gehören:

SOD ENZYM SOD

Vitamine

der B-Gruppe (insbesondere Biotin)

Provitamin D2

Mineralien:

Calcium

Kalium

Eisen

Mangan

Zink

ergone

TERPENE:

Polyporusteron A

Polyporusteron B

Lebensraum

Er kommt weltweit in Mischwäldern vor, ist jedoch hierzulande eher seltener zu finden. In Zentralamerika oder Ostasien werden die meisten Wildexemplare des Polyporus umbellatus gefunden und sind dort heiß begehrt.

Mykologische Hinweise

P. umbellatus gehört zur Ordnung Poriales, Familie Poriaceae und Gattung Grifola, die er sich mit Maitake (Grifola frondosa) teilt.

Dieser Pilz lebt saprophytisch, zersetzt Holz als Nahrung und wird selbst immer holziger und härter, während er reift und älter wird. Man kann den Polyporus umbellatus wild im Wald finden. Der Pilz erreicht bis zu 20 kg und wird zwischen 10 und 50 cm groß.

Der unterirdische Teil des Pilzes, das Sklerotium, erinnert an den Trüffel, weshalb er in einigen Ländern auch Schweinepilz genannt wird. Polyporus umbellatus gilt noch nicht als gefährdete Art, zeigt sich jedoch als rückläufig in Deutschland, weshalb man von einer Ernte wilder Exemplare im Wald absehen sollte.

Kultivierung

Der Eichhase wächst bevorzugt an Laubbäumen, besonders an der Eiche (daher der Name Eich-Hase) und an der Buche.

Da sich der Pilz saprophytisch und vorzugsweise von holzigen Untergründen, wie Eichen und Buchen, ernährt, ist eine kontrollierte Produktion von Polyporus möglich.

Seit dem 21. Jahrhundert gibt es Ansätze zur Zucht des Eichhasen unter kontrollierten Bedingungen. Hierbei wird nach der Identifikation eines Pilzstammes eine Anzucht in der Petrischale durchgeführt. Diese Technik wird bereits eingesetzt, allerdings werden dabei weniger große Sklerotien produziert. Dies ist ein Nachteil und der Grund, warum er immer noch wild gesammelt wird. Das Sklerotium ist  in freier Wildbahn größer und reicher an den kostbaren Inhaltsstoffen. Hochdosierte Extrakte des Eichhasen werden meistens aus dem Sklerotium gewonnen.

 

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der biologische Anbau von Vitalpilzen sehr wichtig ist, da sie großartige natürliche Bio-Akkumulatoren sind. Aus ökologischer Sicht ist es interessant festzustellen, dass sie Schwermetalle aus der Umgebung, in der sie wachsen, aufnehmen können. Für den Anwender dürfen keine Schwermetalle im Pilz vorhanden sein! Daher ist der Anbau auf geprüftem biologischem Substrat so essenziell.

Der Vorteil am Anbau ist, dass er unter kontrollierten Bedingungen weniger Schadstoffe und Radioaktivität aus dem Boden anreichern kann. Dazu wird die sogenannte Pilzbrut durch die Zusammenführung aus Pilzsporen mit einem Substrat-Sack kombiniert, in diesem Fall zumeist glutenfreies Getreide.

Nachdem das Substrat vollständig vom sogenannten Myzel durchzogen wird, schneidet man kleine Öffnungen in den Substrat-Sack, durch die – wenn alles richtig gemacht wurde – binnen kurzer Zeit die Fruchtkörper wachsen.

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Fun Facts und Wissenswertes

  • Der eigenartige Spitzname „Schweinepilz“ lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Ähnlichkeit zu Trüffelknollen zurückführen, die sich bekanntermaßen bei Schweinen großer Beliebtheit erfreuen.
  • Die berühmte Mumie Ötzi,in den Tiroler Alpen gefunden, trug zwei Arten des Polyporus bei sich. Es wird vermutet, dass bereits damals die wohltuenden Eigenschaften bei den Menschen bekannt waren.
  • Aufpassen sollte man bei der Identifikation allerdings, da der Eichhase leicht mit dem optisch ähnlichen Klapperschwamm (Grifola frondosa) verwechselt werden kann.

Referenzen

  • Dai H, Han XQ, Gong FY, Dong H, Tu PF, et al. Structure elucidation and immunological function analysis of a novel β-glucan from the fruit bodies of Polyporus umbellatus (Pers) Fries. Glycobiology. 2012 Dec;22(12):1673-83. PubMed PMID: 22717313.
  • Hun Son K, Young Heo M. Inhibitory effects of Korean indigenous plants on tyrosinase and melanogenesis. J Cosmet Sci. 2013 Mar-Apr;64(2):145-58. PubMed PMID: 23578837.
  • Li X, Xu W. TLR4-mediated activation of macrophages by the polysaccharide fraction from Polyporus umbellatus(pers) Fries. J Ethnopharmacol. 2011 Apr 26;135(1):1-6. PubMed PMID: 20600759.
  • Sun Y, Liang X, Zhao Y, Fan J. A sensitive spectrofluorometric method for determination of ergosta-4,6,8(14),22-tetraen-3-one in rat plasma, feces, and urine for application to pharmacokinetic studies using cerium (III) as a probe. Appl Spectrosc. 2013 Jan;67(1):106-11. PubMed PMID: 23317677.
  • Tan XL, Guo L, Wang GH. Polyporus umbellatus inhibited tumor cell proliferation and promoted tumor cell apoptosis by down-regulating AKT in breast cancer. Biomed Pharmacother. 2016 Oct;83:526-535. PubMed PMID: 27447121.
  • Yoon JJ, Lee YJ, Lee SM, Kang DG, Lee HS. Oryeongsan suppressed high glucose-induced mesangial fibrosis. BMC Complement Altern Med. 2015 Feb 22; 15:30. PubMed PMID: 25880429; PubMed Central PMCID: PMC4354744.

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