Reishi

Ganoderma lucidum

Wissenswertes über den Reishi (Ganoderma lucidum)

Wissenswertes über den Reishi

Der Reishi (Ganoderma lucidum) ist einer der bekanntesten Vitalpilze und nimmt besonders in der chinesischen Medizin einen sehr hohen Stellenwert ein. Darüber hinaus dient er in Asien als Symbol für Langlebigkeit und Glück. Man kennt ihn auch unter den Namen Ling Zhi, Chizhi oder im deutschen Sprachraum als glänzenden Lackporling.

Beschreibung

Der korallenartige Vitalpilz gehört zu den Baumpilzen und besticht durch seine außergewöhnliche Form und Farbe, die er in freier Natur auf abgestorbenen Baumstümpfen entfaltet. 

Sein Farbspektrum reicht von tiefrot im Inneren zu weiß im Äußeren und seine Konsistenz ist umso härter und holziger, je älter der Fruchtkörper. Er wird gerne mit Artverwandten der Lackporlinge, z.B. mit Ganoderma applantatum, verwechselt.

Klassisch wächst der Pilz wie ein Baumpilz, indem er Jahresringe bildet, die nach unten hin dicker werden. Unter optimalen Bedingungen bildet er stielartige Fortsätze, die mit den runden Enden wie ein Geweih aussehen. Solche Exemplare wurden im antiken China besonders geschätzt. Im kommerziellen Anbau wird diese Form angestrebt, weil es heißt, dass so am meisten der wertvollen Triterpene gebildet werden.

Der glänzende Lackporling ist kein Speisepilz und muss nicht zuletzt aufgrund seiner Beschaffenheit besonders aufbereitet werden, um ihn konsumieren zu können. Lediglich sehr junge Pilzkörper werden von Kennern wild gesammelt und verzehrt, da sie für unseren Kauapparat noch im Rahmen des Möglichen liegen.

Er gilt als einer der am besten wissenschaftlich untersuchten Vitalpilze, da es aktuell über 5000 Studien über ihn, seine Inhaltsstoffe und Geschichte gibt.

Reishi Gekennzeichneter Ursprung aus Europa
Reishi - Kontrollierte Aufzucht

Vorkommen und Kultivierung

Der Reishi bevorzugt Laubhölzer, insbesondere Eichen und Buchen, ist aber auch an Nadelhölzern wie Lärche und Fichte sowie auf Pflaumenbäumen zu finden. Nicht nur Form und Farbe des Reishi selbst können stark variieren, es gibt auch viele weitere Baumpilze der gleichen Gattung, die leicht mit dem wohl bekanntesten Vitalpilz verwechselt werden können.

Bis heute kann der einjährige Pilz nicht nur in Südostasien, sondern auch in Europa und Nordamerika vereinzelt gefunden werden. Der weitaus größere Teil, um die weltweite Nachfrage zu decken, wird allerdings durch Kultivierung erzeugt.

Wie es für Baumpilze üblich ist, können Baumstämme oder steriles Sägemehl als Substrat, bzw. als Wachstumsgrundlage für den Reishi dienen. Bis sich das Myzel des glänzenden Lackporling komplett durch das Substrat verbreitet hat und die Fruchtkörper ausgebildet sind, dass sie geerntet werden können, vergehen mehrere Monate.

Kultivierung in Bioreaktoren

Exzellenz in Produktionssystemen

Eine der Forschungslinien von Hifas da Terra konzentriert sich auf die kontinuierliche Verbesserung der Kultivierung verschiedener Pilzarten in Bioreaktoren. Durch die Verwendung zertifizierter ökologischer Substrate und die Standardisierung der Qualität der Rohstoffe und Zutaten garantieren wir die ausgezeichnete Qualität des Endprodukts, das wir aus unseren Pilzen herstellen.

Unsere Produkte

Konzentrierte Wirkstoffe höchster Qualität

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Inhaltsstoffe

Geschichte

Das hohe Interesse an Reishi und seinen Vorteilen ist gut dokumentiert und reicht weit zurück, wie erste Aufzeichnungen aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. belegen. 

Auf der vom Kaiser Quin Shi Huang Di (bekannt durch den Bau der Großen Mauer) ausgerufenen Suche nach dem Elixier des Lebens, wurde dieser mit Reishi beschenkt. Im Anschluss daran gab es Zeiten, in denen alle Exemplare des sagenumwobenen Vitalpilzes per Gesetz ausdrücklich dem chinesischen Kaiser vorbehalten waren.

Bis heute gilt Reishi als wertvollster Naturstoff in der traditionellen chinesischen Medizin, was der Universalgelehrte Li Shih-Chen in seinem Standardwerk der chinesischen Medizin im 16. Jahrhundert dokumentierte. Verarbeitet und haltbar gemacht wird der Pilz bis heute, indem er nach der Ernte getrocknet und geschrotet oder vermahlen wird.

In den Fokus der modernen Wissenschaft geriet der glänzende Lackporling in den 1950er Jahren, wobei er überwiegend in China und Japan genauer erforscht wird.

Verwendung

Traditionell wurde aus getrocknetem Reishi ein Sud hergestellt, wobei das stunden- oder teilweise sogar tagelange Köcheln bewirkt, dass die Zellwände des Vitalpilzes aufgebrochen und die Inhaltsstoffe bioverfügbar gemacht werden. Aus den Resten des Pilzkörpers wird anschließend mit 70 % Alkohol eine Tinktur angesetzt.

Bis heute gilt der Reishitee als traditionelle Einnahmeform. Da dieser überaus bitter schmeckt, empfiehlt es sich, ihn mit Honig zu süßen. 

Moderner gilt die Verwendung in Energy Balls (dt. Energiebällchen), die oftmals bestehend aus gehackten Nüssen, Honig und Datteln mit Reishipulver angereichert werden und als Snack oder Dessert verzehrt werden können. 

Als Naturkosmetik wird üblicherweise Reishi Extrakt verwendet.

Fun Facts und Wissenswertes

  • Schenkt man den entsprechenden Erzählungen Glauben, wurde die beruhigende Wirkung von Reishi früher für den Schweinediebstahl missbraucht.
  • Im Orient setzten sich die Fruchtkörper des Reishi als begehrte Talismane durch.
  • Statt mit Blumen konnte man auch mit einem schönen Reishi-Exemplar die Gunst der Frauen gewinnen, bzw. zumindest zum Ausdruck bringen.
  • Bis heute gilt der Reishi als der wohl fotogenste Pilz der Welt, was er insbesondere seiner zum Teil geweihartigen Struktur und dem ungewöhnlichen Lack-Glanz zu verdanken hat.
  • Es gibt zwei Stämme des Reishi, die kommerziell angebaut werden: Ganoderma lucidum und Ganoderma lingzhi, die in der Regel vereinheitlicht werden. Unterschiede der beiden Stämme werden aktuell wissenschaftlich untersucht.
Quellen
  • Prof. Dr. Dr. Jan Lelley: No fungi no future: Wie Pilze die Welt retten können (Deutsch) Taschenbuch – Springer; Auflage: 1. Aufl. 2018 (20. März 2018)